Pädagogische Schwerpunkte

Haltung und Grundsatz

Das Kind

Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt ist ein Mensch

Erich Kästner

Die Kinder, die zu uns kommen, haben Vorerfahrungen durch ihre eigene Familie und ihr soziales Umfeld. Sie bringen unterschiedlichste Fähigkeiten und Gefühle mit in unsere Kindertagesstätte.
Die Kinder besitzen grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitsmerkmale. Diese bilden die Grundlage für ihre körperliche, geistige und seelische Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Kindes. Kurzum, das Kind bringt sich mit und wird ein wertvoller Teil der Gesamtgruppe.
Wir erleben die Kinder im Alltag meistens spontan, aktiv, interessiert, ehrlich und direkt. Ihre Gefühle in Form von Freude, Fröhlichkeit, Zufriedenheit, aber auch in Form von Wut, Trauer und Aggression prägen unser tägliches Miteinander. Durch den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen haben sie die Möglichkeit ihr Verhalten zu üben, zu reflektieren und ggf. zu verändern. Kinder haben das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, ebenso wie das Bedürfnis nach Hilfe und Sicherheit. Kinder wollen von sich aus lernen und sind hoch motiviert. Sie sind wissbegierig und neugierig im positivsten Sinne. Dadurch ist ihre Lernfähigkeit unermesslich groß. Sie haben ein Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung bei allen Bildungsinhalten und weiteren Entscheidungen, die sie betreffen.

Pädagogischer Ansatz = Situationsorientierter Ansatz

Der Situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass die aktuellen Ausdrucksformen der Kinder (Spielverhalten, Malen, Sprechen, Bewegungen und auch Träume) aus zurückliegenden Ereignissen, Erfahrungen und Eindrücken resultieren. Die Gegenwart also als Abbild der Vergangenheit zu sehen ist. Deshalb, so die Schlussfolgerung des Situationsorientierten Ansatzes, entwickeln Kinder emotional-soziale Kompetenzen am besten, indem sie aktuelle individuelle Erlebnisse und Erfahrungen verarbeiten und verstehen.
In unserer Kita stehen die Themen der Kinder im Mittelpunkt. Das, was die meisten Kinder beschäftigt, oder auch ein einzelnes Kind, wird von den Erzieher/innen in Projekten thematisiert.
Je nach Thema können die Projekte ganz unterschiedlich aussehen. Es wird allerdings immer Fachliteratur zusammengetragen und in Gesprächsgruppen bearbeitet. Vielleicht finden wir Lieder zu dem Thema oder es gibt Rollenspiele, ggf. Ausflüge, Kreativ- und oder Bewegungsangebote und vieles mehr. Die Kinder tragen mit sehr vielen eigenen Ideen zu dem Projekt bei. Die Projektreihen können zwei Tage oder auch 2 Monate andauern. Je nach Interesse der Kinder oder Größe des jeweiligen Themas.

Pädagogische Zielsetzung

Unser Ziel der pädagogischen Arbeit mit den Kindern ist, dem Kind zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu stärken. Dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen. Die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen zu fördern und die geistigen Fähigkeiten des Kindes zu entfalten. Wir wollen den Kindern ein breites Angebot an Erfahrungsmöglichkeiten und Elementarkenntnisse ihrer Umwelt vermitteln.

Pädagogische Schwerpunkte

Projektreihen/ Neigungspädagogik

Neben den Projekten am Morgen, welche aus der Situation heraus entstehen, bieten wir an zwei Nachmittagen in der Woche Projektreihen an. Diese finden ihre Grundlagen in der Neigungspädagogik des/der einzelnen Erzieher/innen. Jeder hat Themenbereiche die ihn/sie im Besonderen interessieren. Bereits durchgeführt haben wir zum Beispiel:

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder diesen Projekten mit besonderer Freude und großem Lernerfolg nachgehen. In dem Sinne „Begeisterung steckt an“.

Natur und Bewegung

Wir haben einen festen „Waldtag“ in der Woche. An diesem Tag besuchen wir mit den Kindern Wälder oder Wiesen im Umfeld unserer Kita. Der Wald ist für Kinder ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art und bietet viel Raum für Bewegung und Entdeckungsfreude. Klettern, Rennen, Pfade verfolgen, Tipi´s bauen, Spuren suchen, Indianerhäuptling sein oder auch mal Baumstammballerina.
Der Wald hat einen Aufforderungscharakter der jedes Kind anspricht. Ohne vorgefertigtes Spielzeug wird ein Buchecker zu einem Zwerg, der Tannenzapfen zu einem kleinen Mäuschen und aus dem geteilten Riesenast ein Krokodil. Fantasie und Kreativität finden keine Grenzen. Zu dem gibt es zahlreiche Wald- und Bewegungsspiele. Wir finden im Wald hervorragende Möglichkeiten Natur zu erleben und die Kinder dafür zu sensibilisieren. Forschen, Spazieren, Erkunden, Staunen oder einfach nur Verweilen; Eins sein mit der Natur. Die Kinder können im oft turbulenten Alltag eine Auszeit im Grünen nehmen und sich an der Natur erfreuen.

„Wir sind eine Draußen- Kita “, sagte neulich eines unserer Vorschulkinder.
Wir verbringen mit Kindern einen sehr großen Teil des Kita-Tages im Freien.
Findet Bewegung im Freien statt, stärkt sie im hohen Maß das Abwehrsystem. Die Kinder sind seltener krank und auf psychischer und physischer Ebene fit. Dies erzeugt Wohlbefinden und Ausgeglichenheit.
Neben dem ungelenkten Freispiel im Garten haben wir viel Raum und Möglichkeiten für Sport, Bewegungsspiele wie: