Vorschularbeit

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist für jedes Kind eine neue und spannende Erfahrung. Um den Kindern die Unsicherheit vor der neuen Situation zu nehmen und am bisherigen Bildungsverlauf anzuknüpfen, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtung, Grundschule und Elternhaus besonders wichtig. Dieses Bildungsverständnis liegt auch den Bildungsgrundsätzen NRW zugrunde (www.bildungsgrundsaetze.nrw.de)

In unserer Kita fängt die Vorschularbeit nicht erst im letzten Kita-Jahr an, sondern ist ein fließender Prozess, welcher die letzten zwei Hobbitjahre prägt.

Ab dem vierten Lebensjahr wechseln unsere Kitakinder in die Hobbitgruppe. Das ist für die Kinder immer ein besonderer Schritt. Nicht nur dadurch bedingt, dass es sich um einen Umzug in eine andere Gruppe handelt, die schon durch ihre Räumlichkeiten anders ist, sondern auch durch ihre Altersstruktur. ( 4-6 Jährige )

Die Hobbitgruppe befindet sich im ersten Stock und ähnelt einer großen Wohnung (Küche, Wohnzimmer, Bastelraum, Werkraum, Spielebene, Waschräume für Jungs und Mädchen )

Wenn die Kinder die Gruppe wechseln, gehen sie somit nach „ oben“ und sind erfahrungsmäßig sehr stolz nun die Ältesten in der Kita zu sein.

Wir bereiten die Hobbitkinder insbesondere darauf vor, mit Freude, Zuversicht und Gelassenheit einen positiven Einstieg in die Schule zu bekommen.

Ein wesentlicher Grundpfeiler ist für uns die ganzheitliche Förderung des Kindes im kognitiven, psychomotorischen, sensorischen, sprachlichen und mathematischen Bereich. Als ebenso wichtig erachten wir die Förderung der Selbstbestimmung, der Selbstständigkeit, der Selbstbehauptung, der Mitbestimmung, der Selbstwirksamkeit. Den dritten tragenden Pfeiler in unserer Kita sehen wir in der Förderung der Kommunikationsfähigkeit und dem wertschätzenden Umgang miteinander.

In unserem täglichen Morgenkreisen sprechen wir viel über erlebte Ereignisse (z.B. „Ich hatte ein schönes Wochenende weil,…“ – „ ich freue mich aufs Wochenende….“ „ Ich fühle mich heute nicht so gut weil….etc. ) dies fördert nicht nur den Mut vor einer größeren Gruppe zu sprechen, sondern stärkt vor allem auch die sozialen Kompetenzen .

Im letzten Hobbitjahr werden die heranwachsenden Schulkinder intensiver auf den Übergang zur Schule vorbereitet. Zu den alltäglichen vorschulischen Förderungen fügen wir noch die klassische Vorschulgruppe hinzu. In der benannten Gruppe identifizieren sich die Kinder noch mal mehr mit dem Gedanken, in naher Zukunft ein Schulkind zu sein und erkennen, dass die Zeit in der Kita so langsam auf das Ende zugeht. Das Gemeinschaftsgefühl der Vorschulkinder untereinander intensiviert sich, weil sie sich im gleichen Lebensabschnitt befinden.

In der Vorschulgruppe arbeiten die Kinder in einem Übungsheft mit dem Namen ´Bald bin ich ein Schulkind`. Das konzentrierte Arbeiten mit Zahlen, Formen, das Begreifen von Verknüpfungen, Mengen und Symbolen steht hier für die Kinder im Vordergrund.In diesen Sequenzen des Lernens üben die Kinder sich selbst zu strukturieren und zu organisieren. Sie lernen somit eine schulähnliche Situation kennen.

Wir besuchen mit den Vorschulkindern eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen und Örtlichkeiten, in denen die Kinder sich gemeinsam als Gruppe auch außerhalb des Lebensraums Kita erleben können.

Unserer Erfahrung nach stärken diese Ausflüge das Selbstbewusstsein, die Selbstbehauptung und das Sozialverhalten im Umgang miteinander. Vor allem sind die Kinder mit ungeteilter Aufmerksamkeit und Freude bei der Sache und berichten später stolz von ihren Erfahrungen.

Wir besuchen unter anderem :

Das Kitajahr schließt mit einem großen Abschiedsfest für die werdenden Schulkinder ab. Die Kinder werden dabei mit einer sehr persönlichen Urkunde in die Schule entlassen.

Vernetzung Kita – Grundschule-Erziehungsberechtigte

Das Einzugsgebiet unserer Kita ist stadtteilübergreifend, das heißt unsere zukünftigen Schulkinder wechseln nach der Kita-Zeit in verschiede Grundschulen. Aus diesem Grund arbeiten wir nicht nur mit einer Grundschule zusammen.

Der konkrete Übergang verläuft bei uns so, dass wir eine Einladung von den künftigen Klassenlehrer/innen bekommen, mit dem jeweiligen Kind an einen Tag in der Grundschule am Unterricht teilzunehmen. Das Kind wird an diesem Tag von dem pädagogischen Fachpersonal der Vorschulgruppe begleitet.

Im Gegenzug besucht die jeweilige Grundschullehrerin das Kind in der Kita um es kennenzulernen und in der Alltagssituation zu erleben. Außerdem blickt das Kind am 1. Schultag, in das schon bekannte Gesicht der Klassenlehrer/in.

Zum Ende der Kita-Zeit führen wir mit den Eltern/Erziehungsberechtigten ein intensives Abschlussgespräch, mit dem Augenmerk auf die Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes.

Im Anschluss der Jahre in unserer Kita Holtmannshof werden die Kinder mit einem Rücksack voller Möglichkeiten in die Schule entlassen